Im 15. Jahrhundert diente Burghausen als Zweitresidenz der Herzöge von Bayern-Landshut und Wohnsitz ihrer fürstlichen Gemahlinnen. Diese wurden hierhin nicht abgeschoben, sondern führten ein standesgemäßes höfisches Leben. Burghausen war auch Erziehungsort für Prinzen und Prinzessinnen, wie der späteren zollerischen Kurfürstin Elisabeth. Eine Hofordnung von 1471 belegt einen umfangreichen Hofstaat zur Verwaltung der Burg und zu Diensten der Herzogin und ihres Frauenhofs.
Nach 1475 erfolgten weitreichende Umbaumaßnahmen für die neue Herzogin, die nun neben ihrer Schwiegermutter hier lebte. So sind im Palas seltene Spuren der spätmittelalterlichen Frauengemächer erkennbar, die im Vergleich mit anderen Burgen vom weiblichen Alltag bei Hof zeugen und Aufschluss über entsprechende Raumfunktionen geben.
Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Burg Burghausen zugänglich und im Eintrittspreis enthalten.
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